High Datenleck DSGVO
In einer Bosch-Android-App wurden über 120 HR-API-Endpunkte einer Mitarbeiter-Kommunikationsplattform identifiziert. Diese Endpunkte ermöglichen potenziell Zugriff auf:
| Datentyp | Risiko |
|---|---|
| Gehaltsabrechnungen (Payslips) | Einkommensdaten aller Mitarbeiter |
| Schichtpläne | Arbeitszeiten, Anwesenheit |
| Abwesenheits-/Urlaubsdaten | Krankmeldungen, Elternzeit |
| Mitarbeiterprofile | Namen, Positionen, Abteilungen |
| Organisationsstrukturen | Hierarchien, Reporting Lines |
Die betroffene Plattform ist keine Eigenentwicklung von Bosch, sondern eine Drittanbieter-Lösung für Mitarbeiterkommunikation, die von über 500 Unternehmen weltweit eingesetzt wird. Die in der Bosch-App exponierten API-Endpunkte und Zugangsdaten betreffen daher potenziell alle Kunden dieser Plattform.
Sind meine Gehaltsdaten bei Bosch geleakt?
Wenn Sie bei Bosch oder einem der 500+ Unternehmen arbeiten, die diese Plattform nutzen, könnten Ihre HR-Daten potenziell exponiert sein. Fragen Sie Ihre IT-Abteilung nach einer Stellungnahme.
Muss Bosch das melden?
Nach Art. 33 DSGVO besteht eine Meldepflicht innerhalb von 72 Stunden, wenn ein Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen besteht. Der LfDI BW wurde informiert.
Was kann ich als Mitarbeiter tun?
Überprüfen Sie Ihre Gehaltsabrechnung auf ungewöhnliche Aktivitäten. Fragen Sie Ihre Personalabteilung, ob Ihre Daten betroffen sind. Sie haben ein Recht auf Auskunft nach Art. 15 DSGVO.